Ja, ich meine das ernst. Immer wieder höre ich Aussagen wie, „das ist bei uns eben so“, „so ist unsere Kultur“ oder auch, „daran kann man nichts ändern“. Ehrlich? Selbstverständlich kann man was verändern – auch Unternehmenskulturen. Zugegeben, das ist nicht immer ganz einfach, aber ganz sicher nie unmöglich. Doch um einen Kulturwandel umzusetzen, muss man zuerst wissen, was man sich von der neuen Kultur erwartet.

Seit einigen Monaten beginnt fast jedes Gespräch, wenn es um Gender Balance geht, mit der „Frauen“-Quote und dem Gegenwind, der damit verbunden ist.
Dabei fallen meist Aussagen wie „Wir würden gerne etwas für Frauen machen – sie müssen sichtbar werden“ oder „Frauen Empowerment ja, aber bitte keine Frauenquote. Das wollen unsere Frauen nicht und wir wollen ja auch die Männer nicht vergrämen“ Die „Frauenquote“ ist in aller Munde und scheint so beliebt zu sein wie der regelmäßige Gang zum Zahnarzt.

Dieses Sprichwort begegnet mir immer noch in meinem beruflichen Alltag. Und viele MitarbeiterInnen vertreten diese Sichtweise. Gerade neue Menschen, die in bestehende und teilweise veraltete Strukturen kommen, beklagen sich über das „Anecken“ bei Projekten.

Seit Jahren spielt das Thema „Employer Branding“ in unseren Projekten eine immer stärkere Rolle. Eine Erklärung dafür ist die Tatsache, dass viele Organisationen vor einem großen Generationenwechsel stehen. So konnte man in den Fachmedien lesen, dass die ÖBB damit konfrontiert ist, 6.000 neue MitarbeiterInnen finden zu müssen. Andere Organisationen stehen vor ähnlichen, scheinbar unlösbaren Aufgaben.